Posts mit dem Label Geschichten über das Tauschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Geschichten über das Tauschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

14 November 2007

Eine Büroklammer gegen ein Haus – die wohl erfolgreichste Tauschstory

Klingt verrückt, doch Kyle MacDonald hat es geschafft – er tauschte eine rote Büroklammer innerhalb eines Jahres in 14 Tauschschritten gegen ein Haus.

Die ganze Geschichte begann mit einer eigentlich simplen Idee und einem mutigen Ziel. Am 12. Juli 2005 eröffnet Kyle einen Blog und bot eine rote Büroklammer zum Tausch an. Er würde persönlich vorbeikommen und die Klammer gegen etwas grösseres und besseres tauschen. Durch die Bemerkung, er wolle anschliessend weitertauschen, bis er „ein Haus oder eine Insel oder ein Haus auf einer Insel“ habe, machte seine Idee die Runde im Internet. So erhielt er schnell Angebote und die Büroklammer wurde gegen einen Kugelschreiber in Fischform getauscht. Wie es im Netz so zu und her geht, nahm die Bekanntheit von Kyles Blog rasant zu und aus dem Kugelschreiber wurde erst ein selbstgemachter Türknopf und später ein Grill. Die Tauscherei ging weiter und jedesmal reiste MacDonald persönlich zu demjenigen, der ihm das aus seiner Sicht interessanteste Angebot machte und hielt den Handel jeweils mit einigen Fotos oder einem Video fest, das er in seinem Blog veröffentlichte.

Einige Artikel später tauschte er einen Nachmittag mit Rocklegende Alice Cooper gegen eine seltene KISS-Schneekugel, die ihm dann schlussendlich zum Durchbruch half. Ein Regisseur und Schneekugelsammler bot ihm eine Filmrolle an, in der wiederum der Bürgermeister des kanadischen Städtchens Kipling seine grosse Chance sah, um die Ortschaft bekannter zu machen. So kam Kyle zu dem Angebot, auf das er genau ein Jahr lang hingearbeitet hatte: Die Filmrolle gegen ein zweistöckiges Haus.

Kipling organisierte ein Casting für die Rolle, das massenweise Leute anzog und MacDonald feierte die grösste Einweihungsparty, die das kleine Städtchen je gesehen hatte.

In der Zwischenzeit steht in Kipling die grösste rote Büroklammer der Welt und Kyle hat seine Abenteuer rund ums Tauschen in seinem Buch „one red paperclip“ niedergeschrieben.

Eine einfache, aber geniale Idee und die Möglichkeiten des Tauschens – ein Erfolgsrezept, das nicht nur Kyle MacDonald entdeckt und genutzt hat, sondern auch wir alle bei Exsila!

Viel Spass beim Tauschen!

17 Oktober 2007

Von der Steinzeit zum Exsila-Punkt

Wie das Tauschen entstand

In der Steinzeit bestand noch kein Bedürfnis für den wirtschaftlichen Austausch. Die Menschen lebten in kleinen, autoritär strukturierten Gemeinschaften. Sie jagten, fischten und sammelten nur so viel, wie sie brauchten und alles wurde kollektiv geteilt.

Als aber die Jäger, Fischer und Sammler zu Hirten und Ackerbauern wurden, kam der Tauschhandel ins Rollen. Jetzt wurde mit Gesteinen, die zur Herstellung von Waffen und Werkzeugen dienten, Handel getrieben. Auch mit Mineralien, die zu Schmuckstücken verarbeitet wurden, wurde gehandelt.

Die Gesteine und Mineralien fanden so ihren Weg in weit entfernte Gebiete. Als die Menschheit die Metalle entdeckte, scheuten die Völker keine weiten Wege, um sich die Metalle für völlig neuartige Werkzeuge und Waffen zu beschaffen. So entstanden die Handelsstrassen für Kupfer, Zinn und Bronze. Auf den unzähligen Salzstrassen der Welt wurde Salz in entfernte Gebiete befördert und gegen die jeweiligen Produkte der Empfängerländer eingetauscht.
In den Hochkulturen wie Ägypten und dem alten China setzten sich Naturalien als Geldvorläufer durch. Hier wurde mit Reis, Tee, Pfeffer oder Weizen bezahlt.

Jäger und Hirten benutzten Tierprodukte als Zahlungsmittel. Laut einem Erlass aus dem Jahre 1420 wurde der Gegenwert eines Fasses Butter auf 120 getrocknete Fische festgesetzt. Ein paar Lederschuhe konnten mit 4 getrockneten Fischen bezahlt werden. Als Hirtenvölker die wilden Tiere in Haustiere verwandelten, wurden diese zum neuen Tauschmittel.

Doch auch Menschen wurden getauscht – ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Tauschhandels. Im 16. Jahrhundert entsprach der durchschnittliche Tauschwert für einen Sklaven 4000 Kilo Zucker.

Lange kam der Mensch ohne das Geld, das allgemeine Tauschäquivalent, aus. Er tauschte Ware gegen Ware, Leistung gegen Leistung oder Ware gegen Leistung.

Heute regiert das Geld die Welt. Doch schlaue Menschen erfinden das Tauschen neu. Wie wir alle bei Exsila. Viel Spass beim Tauschen!